Ratgeber

Hautkrebs in der hispanischen und lateinamerikanischen Bevölkerung

Hispanische und lateinamerikanische Menschen können und bekommen tatsächlich Hautkrebs. Obwohl Melanomraten niedriger sind als bei nicht-hispanischen Weißen, sind die Überlebensraten ebenfalls niedriger — weil der Krebs später entdeckt wird.

Die Disparität in Zahlen

Hispanische Patienten werden mit 26% höherer Wahrscheinlichkeit im Spätstadium diagnostiziert. Die 5-Jahres-Überlebensrate ist über alle Stadien niedriger. Diese Lücke wird durch verspätete Erkennung verursacht, nicht durch Biologie.

In Deutschland wächst die hispanische und lateinamerikanische Community. Das Bewusstsein für Hautkrebs in dieser Bevölkerungsgruppe sollte mit den bestehenden GKV-Screening-Programmen verbunden werden.

Wo Hautkrebs auftritt

Bei hispanischen Patienten tritt Melanom häufiger an Beinen, Handflächen, Fußsohlen und unter Nägeln auf. Basalzellkarzinom ist der häufigste Hautkrebs bei Hispanics und tritt an sonnenexponierten Stellen auf.

Barrieren für Früherkennung

Die kulturelle Wahrnehmung, dass Hautkrebs eine Krankheit Weißer ist, schafft falsche Sicherheit. Sprachbarrieren begrenzen den Zugang zu dermatologischen Informationen.

In Deutschland steht das Hautkrebsscreening ab 35 allen gesetzlich Versicherten offen — unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe. Nutzen Sie dieses Angebot.

Was Sie tun können

Monatliche Selbstuntersuchung einschließlich Handflächen, Fußsohlen, Nägel und Schleimhäute. Sonnencreme täglich verwenden unabhängig vom Hautton. Bei allem Neuen, Verändernden oder Nicht-Heilenden den Dermatologen aufsuchen.

Ihre Hautgesundheit verdient dieselbe Aufmerksamkeit wie die jedes anderen Menschen.

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