Medikamente, die das Hautkrebsrisiko erhöhen
Bestimmte Medikamente erhöhen Ihre Hautkrebsanfälligkeit — durch erhöhte UV-Empfindlichkeit (Photosensitivität) oder durch Immunsuppression. Bei Einnahme dieser Medikamente sollten Sonnenschutz und Hautüberwachung konsequenter sein.
Photosensibilisierende Medikamente
Hydrochlorothiazid (HCT) — eines der am häufigsten verschriebenen Blutdruckmedikamente. Studien zeigen dosisabhängigen Anstieg von SCC und Lippenkrebs. Tetracycline (Doxycyclin). Fluorchinolone (Ciprofloxacin). NSAIDs (Naproxen). Amiodaron. Voriconazol.
Bei Einnahme: LSF 50+ täglich strikt, Hut mit breiter Krempe, Mittagssonne meiden.
Immunsuppressive Medikamente
Methotrexat, TNF-Inhibitoren (Adalimumab, Infliximab), JAK-Inhibitoren (Tofacitinib), Azathioprin, Ciclosporin.
Alle reduzieren die Immunüberwachung und erhöhen das Hautkrebsrisiko.
Was tun bei Einnahme dieser Medikamente
Setzen Sie kein Medikament ohne ärztliche Rücksprache ab. Die Lösung ist nicht Behandlungsabbruch — sondern verstärkte Überwachung.
1. Informieren Sie Ihren Dermatologen über alle Medikamente. 2. Jährliche Ganzkörperuntersuchung. 3. LSF 50+ täglich. 4. Monatliche Selbstuntersuchung mit Fotodokumentation. 5. Neue Läsionen umgehend melden.
Fragen Sie Ihren verschreibenden Arzt nach Alternativen mit geringerer Photosensitivität. Bei HCT: ACE-Hemmer, Sartane oder Calciumkanalblocker haben dieses Risiko nicht.
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