Ratgeber

Sonnenschäden, Altersflecken und Sonnenflecken: Was beachten?

Sonnenflecken, Altersflecken und Leberflecken sind Alltagsnamen für Lentigines solares — flache braune Flecken durch jahrelange UV-Exposition. Sie sind fast immer harmlos. Aber manche frühen Hautkrebse sehen auf den ersten Blick ähnlich aus.

Was Sonnenflecken wirklich sind

Lentigines solares sind flache, scharf begrenzte braune Flecken durch lokale Überproduktion von Melanin als Reaktion auf kumulative UV-Exposition. Sie treten meist nach dem 40. Lebensjahr an den sonnenstärksten Stellen auf: Gesicht, Handrücken, Unterarme.

Sie sind vollständig gutartig und werden nicht zu Hautkrebs.

Sonnenflecken vs Melanom

Sonnenflecken: flach, gleichmäßige Farbe, klare Ränder, rund, stabil.

Melanom: kann flach oder erhaben sein, mehrere Farben, unregelmäßige Ränder, asymmetrisch, verändernd.

Die entscheidende Frage: Ist der Fleck stabil oder verändert er sich? Ein Fleck, der seit Jahren gleich aussieht, ist fast sicher gutartig.

Sonnenschäden, die Aufmerksamkeit brauchen

Aktinische Keratosen sind raue, sandpapierartige Stellen auf sonnenexponierter Haut — oft leichter zu fühlen als zu sehen. Sie sind Krebsvorstufen: 5-10% entwickeln sich unbehandelt zu Plattenepithelkarzinomen.

Lentigo maligna ist ein Melanom in situ auf schwer sonnengeschädigter Haut, typisch im Gesicht älterer Menschen.

Weitere Sonnenschäden verhindern

Sonnenflecken sind bleibende Marker vergangener UV-Exposition. Man kann sie nicht rückgängig machen, aber neue verhindern. Täglich LSF 30+ auf Gesicht und Hände, das ganze Jahr.

Für kosmetische Verbesserung: topische Retinoide, Vitamin-C-Seren und professionelle Behandlungen können bestehende Flecken aufhellen. Nutzen Sie außerdem Ihr Hautkrebsscreening alle 2 Jahre, das von der GKV übernommen wird.

Unsicher bei einem Hautfleck? Prüfen Sie ihn mit unserem ABCDE-Checker.

Kostenloser ABCDE-Checker